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Zertifizierung

Erfolgreiche Zertifizierung für Audiologie und Neurootologie (BV HNO) für Herrn Dr. Reich


Praktische Demonstrationen unter anderem die Ableitung der vestibulär evozierten Myopotentiale (VEMP)

Mannheim. Bei der alljährlichen Fortbildungsveranstaltung des HNO Berufsverbandes in Mannheim, vom 26.10. bis zum 29.10. 2011 tagte, hat Herr Dr. Oliver Reich, HNO-Belegarzt des St. Marien-Hospital Bonn, erfolgreich die Zertifizierung zum Audiologen und Neurootologen (BV HNO) erlangt.

Unter dem Begriff der Neurootologie wird ein Spezialgebiet im Bereich der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde verstanden, das sich mit den gesunden und gestörten Kopfsinnen auseinandersetzt. Im Wesentlichen geht es dabei um die Diagnostik und Therapie von Gleichgewichts- und Hörstörungen.

Im Rahmen der dreitägigen Fortbildungsveranstaltung wurden anhand zahlreicher Vorträge und praktischer Demonstrationen vorhandene Kenntnisse auf dem Gebiet der Diagnostik, Therapie und Begutachtung von Erkrankungen des Ohres und des Gleichgewichtsorganes weit über das Facharztwissen hinaus vertieft und durch namhafte Experten auf dem Gebiet der Hör- und Gleichgewichtsforschung vermittelt. Die Neurootologie ist ein sehr komplexes und zum Teil schwieriges Thema. Gerade Schwindel ist ein häufiges Krankheitsbild in der täglichen Praxis und stellt eine Herausforderung für viele Fachdisziplinen dar. Umso wichtiger ist aus meiner Sicht eine enge Zusammenarbeit und Kommunikation der Fachärzte erforderlich, um unnötige kosten- und zeitintensive Untersuchungen zu verhindern.

Auf dem Kongress wurden zahlreiche Neuerungen in der Schwindeldiagnostik vorgestellt, die eine dezidierte Analyse und Diagnostik des Gleichgewichtssystems des Innenohres zulassen. Mit Hilfe von speziellen Videobrillensystemen (VOG) und Ableitung bestimmter Muskelpotentiale bei akustischer Reizung (VEMPs) können binnen kürzester Zeit ohne Belastung für den Patienten sichere Aussagen über die Funktion der einzelnen sensorischen Systeme getroffen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Fortbildungsveranstaltung galt neben der Hörgeräteversorgung und der Begutachtung von Hör- und Schwindelerkrankungen auch dem Neugeborenenhörscreening. Es handelt sich dabei um eine gesetzlich vorgeschriebene Hördiagnostik von Neugeborenen, die bereits in sehr frühen Entwicklungsphasen eines Kindes Schwerhörigkeiten oder gar Ertaubungen aufdecken kann. Seit der systematischen Erfassung der Hörfähigkeit bei Neugebornen hat sich herausgestellt, dass das Auftreten von angeborenen Hörminderungen höher liegt als vermutet. Nach den neuesten Ergebnissen treten bei 2,1 von 100000 Kindern eine Hörstörung auf. Eine frühzeitige Intervention mit Hörgeräten oder dem Cochlea Implant unterstützt die normale geistige Entwicklung und soziale Integrität der Betroffenen.

Kongresszentrum Rosengarten Mannheim


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